Fohlensommer
Fazit: ernüchternd
Auktionsverlauf kann nicht befriedigen
Begleitet von heftigem Gewitter und Wolkenbrüchen ging der sechste Hannoveraner Fohlensommer in Sittensen über die Bühne. Und ähnlich unfreundlich wie das Wetter gestaltete sich auch der Auktionsverlauf. Von 50 angebotenen Fohlen fanden lediglich 22 einen Käufer.
Das Preisniveau blieb für Züchter wie Veranstalter unbefriedigend. Zahlreiche Kandidaten verließen ohne Gebot die Halle, obwohl Auktionator Volker Raulf sein Bestes gab und die Qualität der Kollektion im Vorfeld viel Anklang gefunden hatte.
Qualitätvolle, interessant gezogene, typ- und bewegungsstarke Fohlen fanden keine Interessenten – dabei erwies sich der Absatz von Stuten, anders als in den Vorjahren, schwieriger als der von Hengsten.
Akzeptable Erlöse erzielten einige angehende Sportler, so der United/Stedinger-Sohn Ustinov, der als Preisspitze für 5.200 Euro in luxemburgischen Besitz wechselte.
Ernüchternd – so lautet das Fazit nach Abschluss der Versteigerung. „Der Auktionsverlauf spiegelt die desolate Lage am Fohlenmarkt wider“, erklärt Rüdiger Meyer, Geschäftsführer der AG der Pferdezuchtvereine im Landkreis Rotenburg. Trotz sinkender Bedeckungszahlen habe man es mit einem Überangebot zu tun, zudem sei die Finanzkrise jetzt voll bei den Pferdezüchtern angekommen.
Ob es angesichts der schwierigen Situation einen siebten Fohlensommer geben kann, wird sich in den kommenden Wochen entscheiden. Zunächst setzen die Verantwortlichen auf das Nachgeschäft:
Kunden, die sich für eines der nicht versteigerten Fohlen interessieren, sind sie gern bei der Vermittlung behilflich.
Kontakt: Tel. 0160/95540172, E-Mail info@fohlensommer.de.
Die Auktionsergebnisse sind im Einzelnen unter der Übersicht Stutfohlen/Hengstfohlen nachzulesen.