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Hengstvorführungen im Bezirksverband Stade 2011

Privathengstschau 2012


Am vergangenen Wochenende stellte der Verein Hannoveraner Privathengsthalter wie in jedem Jahr seine Beschälerriege zur Schau. Auch in diesem Jahr hatte der Veranstalter wieder zahlreiche Highlights zu bieten.

Wie in jedem Jahr begann die Schau mit einem lockeren Klönschnack und der Besichtigung der Hengste in den Boxen. Die Züchter deckten sich bei dieser Gelegenheit mit reichlich Infomaterial ein, was die Hengstwahl in dieser Saison nur unterstützen kann. Den Auftakt der Schau machte dann der Jahrgang vierjähriger Hengste zunächst an der Hand. Dr. Werner Schade vom Hannoveraner Verband ließ es sich nicht nehmen den Jahrgang zu kommentieren und die besten Hengste auszuzeichnen. Im Rahmen der neuen Hengstleistungsprüfung wurden seitens des Verbandes zwei neue Ehrungen eingeführt. So erhalten jeweils die drei besten Spring- und Dressurhengste den Weltmeyer – bzw. den Stakkato – Preis. In diesem Jahr mit dabei war das Gestüt Gut Muraunberg aus Österreich. Neben ihrem erst dreijährigen Prämienhengst von Desperados stellten sie auch den von Herrn Dr. Schade ausgezeichneten Del Magico vor. Dieser äußerst lockere und auffallende Schimmel wusste sowohl in seiner Hengstleistungsprüfung als auch auf dem Bundeschampionat zu punkten. Aus der Linie des Florestan stellten die Hengststation Holkenbrink den so bewegungsstarken Franziskus und das Landgestüt Celle den Hengst Floratio vor. Seines Zeichens ebenfalls Celler
Landbeschäler ist der Quaterback – Sohn Quaterhall, der von Mike Habermann in Szene gesetzt wurde. Zusammen mit ihm präsentierte sich ein weiterer Quaterback – Sohn. Quasar de Charry von der Hengststation Pape wurde ebenfalls mit dem Weltmeyer – Preis ausgezeichnet. Als Highlight der vierjährigen Dressurhengste betrat dann der Prämienhengst und Bundeschampion Lemony`s Nicket die Niedersachsenhalle. Von Susan Pape gekonnt in Szene gesetzt wird dieser Youngster altersgemäß vorgestellt. Ganz locker und jederzeit taktsicher zeigt dieser so imposante Dunkelbraune bereits jetzt spielerisch einen fliegenden Wechsel. Ein Pferd von dem man in den kommenden Jahren noch viel hören wird. Sowohl alle Beteiligten und auch das Publikum freuten sich sichtlich als Dr. Schade bei dieser Gelegenheit bekannt geben konnte, dass die verunglückte Auktionsreiterin Melanie Wienand erstmals wieder in der Niedersachsenhalle anwesend sein konnte. War sie es doch die Lemony`s Nicket im Dressurkader anlässlich der Elite-Auktion so gekonnt vorgestellt hatte. Im Springlot dann wurde die Hengste Casillias von Contendro – Stakkato und weiterhin, passender Weise die Stakkato – Söhne Sampres und Semper Fi mit eben dem Stakkato – Preis ausgezeichnet. Alle drei verweisen auf eine sehr gute Leistungsprüfung und wurde altersgemäß auch am Sprung vorgestellt. Verletzungsbedingt oder aus anderen Gründen nicht teilnehmen konnten die vierjährigen Beschäler Spörcken und Cent.
Ganz frisch unter dem Reiter zeigten auch die ersten dreijährigen ihr Talent unter dem Reiter. Von der Station Muraunberg war dies der bereits erwähnte Desperados – Sohn Divine Ètincelle, der die letzte Hauptkörung als Prämienhengst verließ.  Ebenfalls mit dabei war der so bewegungsstarke Desperados – Weltmeyer – Sohn Duisenberg. Hochinteressant gezogen weckt seine Bewegungsqualität auch unter dem Reiter großes Interesse. Als Dritter im Bunde betrat mit De L`Or der so interessante Dancier – Sohn die Niedersachsenhalle, die er im Herbst letzten Jahres als Prämienhengst und Preisspitze verlassen hatte. Aus Dänemark angereist wird dieser sehr schön aufgemachte Dunkelfuchs über das Gestüt W.M. zum Deckeinsatz kommen. Ebenfalls über Das Gestüt W.M. im Deckeinsatz stehen die beiden Beschäler Royal Classic und Benetton Dream. Von Yvonne Reiser vorgestellt überzeugte vor allem der so großrahmige Dunkelbraune Benetton. Als ehemaliger Bundeschampion verweist er mittlerweile auf erste Erfolge in der schweren Klasse und auch seine Nachkommen wissen zu beeindrucken. Gleiches gilt auch für den Trakehner Hofrat der sowohl bei den Trakehner als auch bei den Hannoveranern einen Siegerhengst zeugen konnte. Seine Nachkommen sind mittlerweile auf dem Sprung in den großen Sport. Bereits angekommen im schweren Dressursport sind ohne Frage die Nachkommen des Klosterhofer Beschälers De Niro. Der zur Zeit wohl erfolgreichste Dressurvererber Deutschlands stellte mit seinen beiden, ebenso auf dem Klosterhof stationierten, Söhnen Danone II und Duke of Oldenburg ein interessantes Pas de Deux. Mit seinem Enkel Deveraux von der Hengststation Meyer aus Dorum stellte De Niro einen weiteren hochinteressanten Nachkommen. Dieser Depardieu – Sohn ist auf Donnerhall ingezogen und war bereits im letzten Jahr unter seinem ständigen Reiter Steffen Frahm Hannoveraner Champion der vierjährigen Hengsten. Sein Boxennachbar Damsey, ebenfalls geritten von Steffen Frahm war im vergangenen Jahr bereits Finalteilnehmer des Nürnberger Burgpokals und auch er wusste einmal mehr von sich zu überzeugen. Mit ihm die Bahn betreten hatte der Don Frederico – Pik Bube I – Sohn Don Marco. Die einstige Preisspitze des Verdener Hengstmarktes ist über die Station Famos zu beziehen und wurde vorgestellt von Dora Schomerus. Mit Laurice stellte die hessischen Station Brodhecker ebenfalls einen ehemaligen Prämienhengst der Verdener Körung vor. Der so langbeinige Halbblüter stammt aus der Zucht von Familie Schlichting aus der Wingst. Ein weiterer Veredler wurde von der Station Klaus Below vorgestellt. Der nun neunjährige Signum xx verweist auf zahlreiche Erfolge auf der Rennbahn. Er wurde an diesem Jahr dressurmäßig in Szene gesetzt. Gleiches gilt für Goldfever II. Dieser dunkelbraune Hengst von der Station Bramlage ist ein Vollbruder des unter Ludger Beerbaum international erfolgreichen Springhengstes Goldfever I. International ist auch das Stichwort der Hengste Fiorano und Bon Bravour. Bon Bravor war noch am Vortage in seiner Heimat turniersportlich im Einsatz und wurde dort zum besten Hengst seines Jahrganges. Dieser Painted Black – Chronos – Sohn wird in dieser Saison über das Gestüt W.M. zum Einsatz kommen. Fiorano vereint über den Hengst Rousseau das begehrte Holländische Blut mit den guten hannoverschen Blutströmen. Der gerade erst siebenjährige Fuchs zeigte mit Susan Pape im Sattel bereits jetzt die Lektionen der schweren Klasse.
Das es auch anders geht bewies Dr. Schade mit dem vierjährigen Dunkelbraunen Springhengst Starpower. Dieser von Manfred Schäfer gezogene Stakkato – Escudo I – Sohn nahm den Umweg über die Niederlande und steht dort im Deckeinsatz auf der Station von Henk Nijhof. Im Parcours vorgestellt wurden dann die Hengste Quick Check und Captain Morgen abermals vom Gestüt W.M.. Der Cassini II – Calido – Sohn Captain Morgan war bereits im letzten Jahr höchst erfolgreich im Sport unterwegs. Quick Check ist über Quidam de Revel – Calypso II – Werther – Gotthard mehr als nur interessant gezogen und man darf gespannt sein auf die weitere reiterliche Entwicklung unter seinem Besitzer Hilmar Meyer. Joachim Heyer ließ es sich nicht nehmen seine beiden so erfolgreichen Hengste Qudiams Quarz und Cum Laude vorzustellen. Beide werden im nächsten Jahr über das Gestüt Appenriede zum Deckeinsatz kommen. Cum Laude hatte unlängst mit seinen Auftritten beim Bundeschampionat, in Zangersheide oder auch wie jüngst in der Verdener Youngster-Tour erfolgreich auf sich aufmerksam gemacht. Einen Namen den man zu jeder Zeit mit dem schweren Springsport verbindet ist Calido. Auch er stellte mit den beiden Schimmelhengsten Campus und Charilan zwei talentierte Nachkommen vor. Das Gesüt Famos stellte neben Charilan natürlich auch ihre weiteren Springhengste vor. Dies waren Van Helsing und Providence. Beide verweisen auf altersentsprechende Erfolge im Springsport. Erfolgreich im Sport war auch der nun 18-jährige Galant de Semilly. Er wird in dieser Saison über die Station Brodhecker in den Deckeinsatz kommen. Vom Junior des Hauses vorgestellt absolvierte er den Parcours mit Überzeugung. Alles gezeigt haben die beiden im Gestüt Famos stationierten Beschäler Landstreicher und Concetto. Beide verweisen selbst auf große Erfolge im Sport und auch ihre Nachkommen schicken sich an dieselbe Richtung einzuschlagen. Gleiches gilt auch für den ebenfalls in Wachendorf stationierten Contendro I. Seine Nachkommen bevölkern mittlerweile zu Hauff die internationalen Turnierplätze und machen Werbung für die Vererbung ihres Vaters. In diesem Jahr einmal dressurmäßig vorgestellt konnten Contendro auch hier wieder die Blicke auf sich ziehen. Ein beeindruckender Beschäler.
Beeindruckend an diesem Abend war die Vorstellung des Catoki – Contendro – Raphael – Sohnes Comissario. Die Optik seines Vaters nicht verleugnend war dieser Youngster in der vergangenen Saison unter seinem Besitzer Teilnehmer am Finale des Hannoveraner Springpferdechampionats. Vorgestellt von Jennika Stürken spielte er seine ganze Klasse aus und war an diesem Tage einer der besten Hengste am Sprung.
Abschließend bleibt nur noch von einem Hengst zu berichten. Callaho`s Benicio betrat im letzten Jahr das Turniergeschehen wie Phönix aus der Asche. Niemand hatte diesen bunten Dunkelfuchshengst bis zu seinem Sieg auf dem Bundeschampionat so richtig auf der Rechnung. In diesem Jahr siebenjährig wurde er vorgestellt von Anna-Sophie Fiebelkorn. Eine in allen drei Grundgangarten beeindruckende Vorstellung, die auch beim Publikum Begeisterung hervorrief. Ein imposanter Auftritt, der Benicio zu einem der Favoriten für die diesjährige Turniersaison und eventuell auch den Nürnberger Burgpokal macht.
 

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Hengstvorführungen 2012

VER-Dinale

Auch in diesem Jahr machte das Landgestüt Celle den Auftakt der hannoverschen Hengstvorführungen. Anlässlich des Verdener Hallenturniers der VER-Dinale hatte Dr. Brockmann zu einem höchst interessanten Programm eingeladen. Diese hohen Erwartungen konnte der Celler Landstallmeister in diesem Jahr leider nur bedingt erfüllen. Er war beileibe nicht zu beneiden, musste er dem Publikum doch von insgesamt 6 Ausfällen im Springlot und dem leider kurzfristig lahmen Shooting-Star Spörcken berichten.

Im Pas de Deux eröffneten die bewährten Verdener Beschäler Don Crusador und Lorenzio die Schau. Beide hatten im vergangenen Jahr mit Turniererfolgen und höchst interessanten Nachkommen glänzen können. Erik Erlingsen und Birte Sentleben setzten die beiden gekonnt in Szene.
Das folgende Schaubild war ganz im Sinne des Florestan I – Sohnes Florencio. Gleich drei seiner Söhne stehen den Züchtern über das Landgestüt Celle zur Verfügung. Fürst Nymphenburg wurde wie bereits in den letzten Jahren von der Chefbereiterin des Stalles Nymphenburg Tessa Frank vorgestellt. Im Sattel von Floriscount war sein Züchter und Besitzer Clemens von Merveldt zu finden. Ein beeindruckendes Bild, dem kleine Flüchtigkeitsfehler leicht zu verzeihen waren, wird Floriscount doch sonst von dem leider verhinderten Markus Gribbe vorgestellt. Man darf gespannt sein auf den ersten Körjahrgang dieses Hengstes. Auch der jüngste Hengst dieses Trios Floratio wusste zu begeistern. Dieser aus dem bekannten Stamm der Familie Windeler hervorgegangene Dunkelbraune wurde wie im letzten Jahr vorgestellt von Wolfhard Witte.

Sehr beeindruckend war die Vorstellung des Vize-Bundeschampions Don Darius. Mit Mike Habermann im Sattel und trefflich kommentiert von Hans-Jürgen Armbrust gehört dieser junge Nachwuchssportler zu den interessantesten Hengsten des Abends. Absolut reell mit drei gleichermaßen überdurchschnittlichen Grundgangarten ausgestattet ist das Ziel Bundeschampionat fest im Blick dieses Paares. Dorthin soll auch der Weg des noch unerfahrenen Quaterhall führen. Über Quaterback – Donnerhall – Walt Disney I höchst interessant gezogen wird auch dieser Fuchshengste von Mike Habermann und Hans-Jürgen Armbrust gezielt vorbereitet. Ein Hengst der in Warendorf bereits mehrfach für Furore sorgen konnte wird nun von Wolfhard Witte sportlich weitergefördert. Kein geringerer als Lissaro von de Helle hat seine Beschälerbox in Celle bezogen. Der dreifache Bundeschampion ist damit zurück in Deutschland und hatte auch gleich den ersten Nachwuchs mit dabei. Ein sehr bewegungsstarkes Fohlen aus einer Salerie – Pik Bube – Mutter wusste das Publikum zu begeistern. Ersten Nachwuchs hatte auch Spörcken vorzuzeigen. Aus seinem ersten Jahrgang zeigte sich ein Rappstutfohlen das bei Familie Sieverding aus einer De Niro – Mutter gezogen wurde. Spörcken selbst verletzte sich leider beim Abreiten und konnte nur an der Hand vorgestellt werden.

Im Springlot waren leider gleich sechs Hengste ausgefallen, darunter auch Grey Top, Check In, Stanley und Valentino. Blank an der Hand zeigte sich der bewährte Beschäler Graf Top der mit seinem Sohn Graf Moritz einen ebenso bewährten Sportler mitgebracht hatte. Heiko Tietze und Carsten Biermann zeigte die Nachwuchssportler Chacco Gold und Cloney. Zu den Highlights der Springer zählten im Besonderen zwei Youngsters die noch gar nicht am Sprung zu sehen waren. Der lackschwarze Publikumsliebling und gleichzeitig teuerster Hengst der Körung in Verden 2011 Viscount überzeugte mit Geraldine Chapman im Sattel in allen drei Grundgangarten. Gleiches gilt auch für Concours Complet. Dieser charmante und unheimlich leichtfüßige Braune entstammt nicht nur dem Premierenjahrgang des Hengstes Canstakko sondern mütterlicherseits auch dem interessanten und so erfolgreichen Stamm des Hauses Butt. Noch nicht einmal dreijährig zeigte er sich bereits jetzt sehr gut im Gleichgewicht und wusste auch im Dressursattel zu überzeugen. Anschließend stellte Joachim Winter den bereits im Sport bis zur Klasse S erfolgreichen Hengst Comte vor. Besonders im letzten Jahr hatte er mit seinen Nachkommen auf sich aufmerksam gemacht. Mehrere Stuten erhielten in ihrer Leistungsprüfung für ihr vermögendes Springen die Note 10. Eva Bitter ließ es sich nicht nehmen ihren Perigueux dem Verdener Publikum vorzustellen. Sie wird in diesem Jahr auch die Förderung der beiden Celler Hengste Inliner und Figari übernehmen. Seinen ersten öffentlichen Auftritt hatte auch der Contendro I – Sohn Cassilias. Vorgestellt wurde dieser unheimlich langbeinige Dunkelbraune von Sven Rudolph. Er verweist auf den höchsten Springzuchtwert Deutschlands. Auf seine weitere Entwicklung darf man sehr gespannt sein.
Immer wieder interessant ist auch das Angebot der Ponyhengste im Landgestüt. Der mittlerweile bis zur schweren Klasse erfolgreiche Nemax hatte auch seinen ersten Sohn, Siegerhengst Nutrix gemacht. Er gehört genau wie sein Boxennachbar Strahlemann zum Stall Heemsoth. Janina Tietze stellte außerdem den bis zur Klasse M erfolgreichen Chantré vor.
Die beiden Rapphengste Dancier und Don Index zeigten sich wie gewohnt von ihrer besten Seite. Während die Nachkommen von Dancier auch unter dem Reiter zu überzeugen wissen warten die Züchter in diesem Jahr auf den Premierenjahrgang des letzten Index – Siegers Don Index. Mit Wolfhard Witte im Sattel sorgte der so bewegungsstarke Fuchshengst Londontime für ein würdiges Finale und einen gelungenen Abschluss der Hengstschau 2012.

 


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